Tobias Hans

Ministerpräsident des Saarlandes

Persönlicher und beruflicher Werdegang

Tobias Hans wird am 1. Februar 1978 in Neunkirchen geboren. Nach seiner Grundschulzeit an der ­Maximilian-Kolbe-Grundschule in Wiebelskirchen wechselt er an das Christian-von-Mannlich-Gym­nasium nach Homburg, wo er 1997 die Allgemeine Hochschulreife erlangt.

Anschließend leistet er an der Psychosomatischen Fachklinik Münchwies seinen Zivildienst ab und arbeitet dort nach Aufnahme seines Studiums der Informationswissenschaft, Wirtschaftsinformatik und Anglistik an der Universität des Saarlandes noch bis 2005 als studentischer wissenschaftlicher Mitarbeiter. Während seines Studiums ist er im Jahr 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der CDU-Fraktion im Landtag des Saarlandes tätig. Als er 2007 im Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales als Persönlicher Referent des Ministers Josef Hecken beginnt, verfolgt er sein Studium aktiv nicht mehr weiter und schließt es letztendlich nicht ab. Bis 2009 bleibt er im Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales als Persönlicher Referent des Ministers Prof. Dr. Vigener tätig.

2009 wird Tobias Hans zum Mitglied des Saarländischen Landtages gewählt und fungiert ab 2012 als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, ehe er 2015 deren Vorsitz übernimmt.

Am 1. März 2018 wird Tobias Hans vom Landtag des Saarlandes zum Ministerpräsidenten des Landes gewählt.

 

Stationen des parteipolitischen Wirkens

Schon früh beginnt Tobias Hans, sich für Politik zu interessieren und engagiert sich ehrenamtlich in der Jungen Union Saar sowie in der CDU Saar. 1997 übernimmt er in seinem Heimatort Münch­wies den Vorsitz des JU-Ortsverbandes, den er bis 2005 innehat. Von 1999 bis 2010 ist Tobias Hans JU-Stadtverbandsvorsitzender in Neunkirchen, ab 2001 zudem stellvertretender Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Neunkirchen und gehört ab 2004 dem Stadtrat Neunkirchen an, wo er bis 2018 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender tätig ist.

Von 2007 bis 2011 ist Tobias Hans stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Neunkirchen, ­dessen Vorsitz er 2012 übernimmt. Seit 2014 ist er Mitglied im Bundesfachausschuss „Gesundheit und Pflege“.

 

Ehrenamtliches Engagement

Tobias Hans ist tief verwurzelt in seinem Heimatort Münchwies und seinem Heimatkreis Neunkirchen und den dort ansässigen Vereinen. So engagiert er sich bereits seit vielen Jahren unter anderem im Obst- und Gartenbauverein Münchwies e. V. und in der SVGG Hangard 1947 e. V.

Seine besondere transatlantische Verbundenheit führt dazu, dass sich Tobias Hans mit seiner Wahl in den Landtag des Saarlandes in der Partnerschaft der Parlamente (PdP), der Deutsch-Amerikanischen Vereinigung der Länderparlamentarier, engagiert und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen der „State Legislatures“ der amerikanischen Bundesstaaten sowie der kanadischen Provinzen pflegt. Noch heute ist er zudem im Vorstand des Deutsch-Amerikanischen Instituts Saarbrücken e.  V., einer binationalen Einrichtung zur Förderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen, im Vorstand tätig.

Eng verbunden fühlt sich Tobias Hans den christlichen Werten und dem christlichen Menschenbild. So übernimmt er 2012 in der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (c t s) – einem großen konfessionellen Träger mit 34 Einrichtungen im Saarland und angrenzenden Regionen, der sich für Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen engagiert – den Vorsitz im Aufsichtsrat, in dem er bis zu seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Verantwortung trägt.

 

Digitales Zeitalter nutzbar machen

Schon während seiner kommunalpolitischen und parlamentarischen Tätigkeit beschäftigt Tobias Hans die zunehmende Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen. Die bestehenden Potenziale zu nutzen, sie insbesondere für die Menschen nutzbar zu machen, aber auch die Herausforderungen zu benennen, ist ihm ein besonderes Anliegen.

Auch als Ministerpräsident betont Tobias Hans, wie wichtig die Digitalisierung für die Zukunft des ­Landes ist. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist Grundvoraussetzung, um Potentiale wie digitale Behördengänge, in der Telemedizin und bei (Unternehmens-)  Ansiedlungen zu schöpfen. Dabei sieht er in den sicherlich bestehenden Risiken auch eine Chance für das Saarland, ein wichtiger Standort im Bereich der Daten- und Cybersicherheit und Forschung zu sein.

Hier greift Tobias Hans die Arbeit des von der Landesregierung 2016 eingesetzten Digitalisierungsrats auf, um eine saarländische Digitalisierungsstrategie zu erarbeiten.

 

Frankreichstrategie

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und internationale Ausrichtung sind für Tobias Hans zentrale Handlungsfelder für ein modernes Land. Die Frankreichstrategie bearbeitet diese Gebiete bereits seit Jahren. Hier liegt für Tobias Hans auch weiterhin ein Schwerpunkt für das Regierungshandeln. Er will neben dem sprachlich-kulturellen Aspekt den ökonomischen Mehrwert herausstellen, den vertiefte ­Kooperationen versprechen. Ein Fokus liegt dabei auf dem grenzüberschreitenden Arbeits- und Ausbildungsmarkt, auf der Unternehmenspolitik und der Forschungsarbeit.