Geschichte der CDU Saar
Schlechte Zeiten an der Saar- absolute Mehrheit der SPD
1985 erreicht die SPD unter Oskar Lafontaine die absolute Mehrheit und 26 der 51 Sitze (20 Sitze CDU, 5 Sitze FDP) - 30 Jahre CDU-Regierung unter Ney, Reinert und Röder sind vorbei. Lafontaine wird neuer Ministerpräsident und bleibt es 13 Jahre lang bis zum 10. November 1998. Auch bei den Wahlen 1990 (als Lafontaine zugleich Bundeskanzlerkandidat der SPD ist; 30 Sitze SPD, 18 Sitze CDU, 3 Sitze FDP) und 1994 (gleichzeitig mit der Bundestagswahl; 27 Sitze SPD, 21 Sitze CDU, 3 Sitze Bündnis 90/Die Grünen) erreicht die SPD die absolute Mehrheit der Landtagssitze und regiert allein. Mit dem Wechsel von Lafontaine ins Bundesfinanzministerium räumt er seinen Stuhl als Ministerpräsident. Neuer Ministerpräsident wird der bisherige Fraktions- und Landesvorsitzende Reinhard Klimmt.
Umbruch und Erneuerung der CDU Saar
| Partei |
1985 |
1990 |
1994 |
| CDU |
37,2 |
33,4 |
38,6 |
| SPD |
49,2 |
54,5 |
49,4 |
| FDP |
10,0 |
5,6 |
2,1 |
| Grüne |
2,5 |
2,6 |
5,5 |

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| Plakat der Jungen Union |
Für die CDU Saar beginnt nach dem Verlust der Regierungsmehrheit 1985 die Zeit des Umbruchs und des Neuaufbaus. Der von 23 auf 20 Mandate reduzierten CDU-Landtagsfraktion (von 44,0 auf 37,3 Prozent) gehören mit Prof. Dr. Franz Becker, Dr. Berthold Budell, Edmund Hein, Günther Schacht, Werner Scherer (bis zu seinem plötzlichen Tod am 27. Oktober 1985), Rita Waschbüsch und Dr. Rainer Wickelmayr sieben ehemalige CDU-Minister noch an. Fraktionsvorsitzender wird Günther Schwarz. Ebenfalls schon länger gehören der CDU-Fraktion die Abgeordneten Alfred Becker (seit 1970), Winfried Frank (seit 1970), Hans Groß, Günther Schwarz, Robert Wagner und Gerd Meyer (seit 1975), Peter Jacoby und Helmut Rauber (seit 1980), Birgit Küpper (seit 1983), Kurt Schoenen (seit 1984 für Alfred Wilhelm) sowie seit 1985 neu Willi Gehring, Hans Ley, Hartmut Mathieu und Alfons Vogtel (für den verstorbenen Werner Scherer) an.
Der personelle Umbruch setzt sich nach der Landtagswahl 1990 fort, als die CDU-Fraktion von 20 auf 18 Mandate zurückfält. Die CDU verliert gegenüber 1985 genau 3,9 Prozent von 37,3 auf 33,4. Von der vorherigen Fraktion bleiben mit Hein, Waschbüsch, Frank, Meyer, Jacoby, Rauber, Schoenen, Gehring, Ley und Vogtel noch zehn - und damit die Hälfte - übrig. Neu hinzu kommen die acht Abgeordneten Monika Beck, Peter Hans, Albrecht Feibel, Peter Müller, Jürgen Schreier, Thomas Seilner, Christel Steitz und Rudolf Warnking. Fraktionsvorsitzender wird Peter Jacoby, Parlamentarischer Geschäftsführer wird Peter Müller, der im April 1994 Peter Jacoby als Fraktionsvorsitzender ablöst.