02.09.2010 | CDU LV Saar
Doris Pack
EURES-Kürzung wäre Kahlschlag im Herzen Europas

Pack: Beratungsangebot für Grenzgänger nach Lothringen und Luxemburg muss bestehen bleiben / 200.000 Euro EU-Fördermittel pro Jahr in Gefahr

Die saarländische Europaabgeordnete Doris Pack (CDU) hat die geplante Kürzung der EU-Mittel für das EURES-Beratungsangebot für Grenzgänger Richtung Lothringen und Luxemburg scharf kritisiert. Die von der EU-Kommission vorgesehene Streichung von 40 Prozent der Fördermittel wäre ein "Kahlschlag im Herzen Europas", warnte Pack.

 

Pack forderte die EU-Kommission auf, die Mittel für die EURES-Beratungsstellen zu erhalten: "Mehr als 200.000 Menschen arbeiten heute in der Großregion Saarland, Lothringen, Luxemburg jenseits ihrer Landesgrenze - das sind rund 40 Prozent aller Grenzgänger in Europa. Der Alltag dieser Menschen verkörpert den Fortschritt in der europäischen Integration. Damit dies auch in Zukunft der Fall ist, müssen die Beratungsangebote erhalten bleiben. Denn nur so bekommen Grenzgänger ausreichend Informationen über die Arbeitsmöglichkeiten sowie die Sozialversicherungs- und Steuersysteme im Nachbarland".

 

Die beiden EURES-Netzwerke der Großregion, EURES-T-SLLR und EURES-T-PED sollen in der neuen Förderperiode bis Mai 2013 statt bisher 500.000 nur noch 300.000 Euro pro Jahr erhalten. EURES ist ein von der EU-Kommission eingerichtetes Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen, der Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaften. Die EURES-Büros beraten Arbeitnehmer über die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Nachbarland. Zudem unterstützen sie Arbeitgeber bei der Rekrutierung von Arbeitskräften jenseits der Grenze.

 

Pack: "EURES ist die gelebte europäische Einigung. Werden die EURES-Mittel gekürzt, fallen viele Beratungsangebote für Grenzgänger weg. Damit wäre auch ein Stück Europa im Alltag in Gefahr".