Mit Blick auf das öffentliche Erscheinungsbild der christlich-liberalen Koalition erklärte die Bundeskanzlerin, dass es so wie bisher nicht weitergehen dürfe. Man habe bisher die Erwartungen der Bürger "nicht erfüllt". Dabei seien die Ergebnisse der Regierungspolitik gar nicht so schlecht. "Sondern es geht einfach auch um die Prozesse, wie wir zu Entscheidungen kommen und das ist für die Menschen nicht stimmig."
Dabei nahm sich Angela Merkel auch selbst nachhaltig in die Pflicht. "Als Bundeskanzlerin habe ich jetzt in den nächsten Monaten wirklich wesentliche Weichenstellungen für unser Land zu treffen, damit wir unsere Zukunft gestalten könnten. Und da ist, wie man weiß, das erste Jahr einer Legislaturperiode natürlich auch immer sehr wichtig, dass man das nicht versäumt." Als offene Baustellen nannte die Kanzlerin die Bereiche Gesundheit, die Finanzplanung, den Umgang mit Langzeitarbeitslosen, mit Kindern, mit den Zuverdienstmöglichkeiten, die Bundeswehrreform und eine ideologiefreie neue Gestaltung der Energieversorgung. Damit habe sie ganz sicher "alle Hände voll zu tun", räumte Merkel ein. "Und ich als Bundeskanzlerin bin natürlich in hohem Maße dafür verantwortlich und werde auch alle meine Kraft dafür einsetzen", versprach Angela Merkel.
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